weniger ist mehr…

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In diesen chaotischen Zeiten, das Virus, alles hat sich geändert. Schritt für Schritt erkennen auch die Zweifler, wie ernst die Lage ist. Die Nachrichten überschlagen sich förmlich mit aktuellen Berichten aus aller Welt.

Es wird nachhaltige Auswirkungen geben. Die Wirtschaft wird sich zwar irgendwann erholen, wie nach so vielen Krisen. Aber zu welchem Preis? Wohl in erster Linie wird es viele “Bauernopfer” geben, denn auch wenn Hilfen angeboten werden, wer tiefer in die Thematik einsteigt, wird auch da genügend Hürden finden. Somit stehen Existenzängste und ein täglicher Kampf um das wirtschaftliche Überleben an der Tagesordnung – und das sicher noch die nächsten Monate!

Was bedeutet also der heutige Blog Titel? Weniger ist mehr…

Wo noch vor ein paar Wochen der eine oder andere vom Reichtum geträumt hat, sich gewünscht hat, auch mal viel Besitz zu haben. Häuser, Hütte in den Bergen, die Garage voller edler Sportwagen, Angestellte die für einen arbeiten und und und. Das alles erscheint nun in einem ganz anderen Licht!

Wenger Besitz bedeutet in diesem Fall also auch weniger Sorgen. Nun möchte ich eine Frage stellen: Was hilft einem nun mehr Besitz, mehr materielle Reichtümer. Wobei Reichtümer individuell definiert werden können. Wer möchte nun gerne für viele Angestellte verantwortlich sein? Wer will nun gerne Immobilien besitzen in denen Menschen wohnen, die irgendwann einfach keine Miete mehr zahlen können? Wer will in den Nachrichten beobachten, wie die Kurse an der Börse nach unten stürzen und wissen, dass das eigene Portfolio ebenfalls betroffen ist? Wer will jetzt Gastronom oder Hotelier sein?

In diesen Zeiten zählt in erster Linie der Zusammenhalt der Familie. Natürlich auch die Gesundheit. Es ist eine schwere Probe, aber rückblickend haben die Menschen auch viele andere schwere Zeiten überstanden. Viele davon hatten zudem noch einschneidendere Begleiterscheinungen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Umdenken geben wird. Der Fokus wird verschoben und im Hinblick auf drohenden Ausgangssperren und dergleichen, werden die Menschen vielleicht zu einem echten sozialen Miteinander gezwungen. Wenn auch vorerst innerhalb der Familie und der eigenen vier Wände.

Zeit um sich auszutauschen, die Gedanken, Gefühle, Ängste und Wünsche des Gegenüber anzuhören. Zeit um sich sozial wieder anzunähern. Zeit um zusammen zu wachsen, aber auch Gelegenheiten sich gegenseitig genügend Raum zu geben. In einer hektischen und schnelllebigen Zeit ist das in vielen Familien und Haushalten einfach verloren gegangen.

Gemeinsam planen, gemeinsam haushalten. Aufeinander Acht geben.

Ich wünsche allen da draußen genügend Kraft um alle Hürden zu meistern. Wer Existenzängste hat, sollte das auch kommunizieren. Sprecht es aus, sucht Euch Hilfe und tauscht Euch aus. Atmet durch und geht es mit dem Rückhalt Eurer Familie und Euren Freunden an. Gemeinsam können auch diese Ängste überwunden werden.

Den eigenen Besitz vielleicht zu verlieren, angespartes aufbrauchen zu müssen, Rücklagen nicht für Konsum nutzen zu können, sondern damit überleben zu müssen, all das ist NICHTS im Vergleich zum Verlust eines Lebens. NICHTS im Vergleich zur Angst selber betroffen zu sein oder gar Überträger zu sein.

Am Ende kann man viel verlieren, aber es sind alles Dinge, die man kaufen kann – denkt immer daran! Wer jetzt um am Ende noch gesund ist, frei und nicht alleine ist, der hat alles um einen Neuanfang zu starten. Derjenige besitzt dann die wahren Reichtümer. Derjenige besitzt die wichtigen Dinge, die man mit keinem Geld der Welt kaufen kann.

Niemand weiß, was alles noch kommt, aber ich weiß, auf wen ich mich verlassen kann und mit wem ich diese Krise überstehen kann. ICH BIN REICH!