Blockaden

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Nicht jeder Tag ist gleich. Manchmal beginnt man mit ein paar Sätzen und ist dann irgendwann im sogenannten “Flow” und es läuft fast wie von selbst. Dann kann es aber auch Tage geben, an denen es schwer fällt den Anfang zu finden. Meiner Erfahrung nach, sollte man sich dann besser mit etwas ganz anderem ablenken.

Kreativität, und davon lebt ein Autor, gibt es eben nicht auf Knopfdruck. Wir sind keine Maschinen und sind oft noch mit anderen Aufgaben des Alltags ausgelastet. Zeit für schreiben ist dann schon ein Luxus.

Ohne ein abgeschlossenes Büro kann es da schon schwer werden die Konzentration zu behalten. Für mich selber habe ich entschieden, dann einen Kopfhörer zu tragen und über meine Spotify App Musik aus dem Reading Soundtrack oder so etwas in der Art zu hören.

Scheint es aber gar nicht zu funktionieren, so hole ich mir meine Energie bei einem Spaziergang. Raus in die Natur und weg vom Rechner, TV und sonstigen flimmernden Kisten. Augen entspannen und ein paar Minuten nicht mit Informationen und Bildern überflutet werden. Mal wirklich die Seele baumeln lassen und durchatmen. Meist sortieren sich dann die Gedanken von selbst und später oder am nächsten Tag kann das Schreiben wieder mit neuer Kraft und Energie beginnen.

Durch ganz banale Ablenkungen, wie z.B. das einkaufen, bin ich schon auf geniale Lösungen gekommen. Denn das Unterbewusstsein findet den richtigen Weg einem Lösungen zu bieten.

Für Fortgeschrittene hilft natürlich auch das meditieren. Wichtig ist einfach nur seinen eigenen Weg zur Kreativität zu finden. Alles andere fügt sich. Man sollte nur nicht in einen Teufelskreis fallen, der Frust und schlechte Gedanken als Ergebnis bringt.

Kleine Belohnungen können hier auch schon helfen. Sich selbst Zeit nehmen und sich selbst etwas Gutes tun. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, das ist eine Art Achtsamkeit und sollte in jedem Autorenalltag einen festen Platz haben.